Sonntag, November 22, 2009

Kopfweh vorherbestimmt? Jochen Wettach: Glühwein besser als sein Ruf


(...) Die Stiftung Warentest hat vor drei Jahren 25 marktbedeutende Glühweine getestet. Das Resultat: In der Kopfwehkategorie Fuselöle erhielten fast alle die Note gut. "Unsere Erfahrung zeigt, dass es nicht unbedingt einen Zusammenhang von Preis und Qualität gibt", sagt Jochen Wettach, Projektleiter des Glühweintests. "Die Qualität der Glühweine war erstaunlich gut." (...)

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Mittwoch, April 02, 2008

Jochen Wettach für Genuss ohne Gräten - Fischstäbchen im Test

Fischstäbchen - Fish Fingers. CC by pipebär/FlickRFischstäbchen im Test: Gut getarnt - schockgefrostet, in Stäbchen geschnitten und kräftig paniert - können auch Kinder Fisch genießen. Wer glaubt, unter der Hülle wird minderwertiger Fisch versteckt, liegt falsch. Stiftung Warentest hat 23 verschiedene Sorten Fischstäbchen probiert und war in den meisten Fällen angenehm überrascht von der Qualität. "Sehr gut" ist dennoch keins der Produkte.

Ein Fischstäbchen - so lautet die Vorschrift - muss zu mindestens 65 Prozent aus Fisch und maximal 35 aus Panade bestehen. Dem leisten die Hersteller auch weitgehend Folge. Die Panade ist trotzdem ein Kritikpunkt: zu fettig, zu hart, zu weich, zu bröckelig: Mit dem "Drumherum" waren die Tester nicht zufrieden. Das perfekte Fischstäbchen gab es daher nicht, obwohl der Fisch selbst durchaus Grund zur Freude war: keine Gräten, kein zerkleinerter Fisch, nur in Einzelfällen Keime und Schwermetalle.

Infobox: Kleistrige Panade

Ein "sehr gutes" Produkt müsste mit einer gleichmäßig knusprigen Hülle glänzen, doch das gelingt derzeit scheinbar nicht. Jochen Wettach von Stiftung Warentest: "Die Panade löste sich beim Braten in der Pfanne oder wurde von den Testern bei der Verkostung als 'hart' oder 'kleistrig' empfunden. Daher erreichten auch die Produkte mit einwandfreiem Fischkern nicht die Note 'sehr gut'."

Unterschiede im Geschmack

Die neun besten Fischstäbchen im Test wurden als "gut" beurteilt. Spitzenreiter ist das Produkt von Pickenpack für 3,53 Euro pro Kilo, dicht gefolgt von Eskimo (Aldi Nord) und Almare (Aldi Süd) für jeweils 3,09 Euro pro Kilo. Etwas teurer aber auch gut sind die Fischstäbchen von Bofrost (6,45 Euro pro Kilo) und Eismann (6,95 Euro pro Kilo), die nach Hause geliefert werden. Ebenso vorne dabei sind der Klassiker Käpt'n Iglo für 5,16 Euro pro Kilo und Trawler's Catch (Netto) für 3,09 Euro pro Kilo.

Einziges "mangelhaftes" Produkt im Test: Wild Ocean Seelachs-Fischstäbchen. Der Fisch schmeckte fade, roch tranig alt und teilweise fischig. Zudem war die Anzahl der gefundenen Keime vergleichsweise hoch. Das einzige Bio-Produkt im Test (Deutsche See Bio-Fischstäbchen von Naturland) schnitt zwar gerade noch mit "gut" ab, ist aber auch mit 19,97 Euro pro Kilo mit Abstand am teuersten und wies in punkto Konsistenz und Geschmack leichte sensorische Mängel auf.

Infobox: Fischfreundliches Siegel

Wer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, achtet auf das MSC-Siegel. MSC steht für Marine Stewardship Council. Das blaue Logo auf der Packung weist auf die Erfüllung bestimmter Umweltprinzipien und die nachhaltige Sicherung der Fischbestände hin.


Nicht ungesund, aber fettig

Meist wird für Fischstäbchen Alaska Seelachs verwendet. Noch auf dem Fangschiff wird er zerlegt und bei minus 40 Grad Celsius schockgefrostet. So werden die Nährstoffe weitgehend konserviert. Der Fisch ist reich an Jod und enthält viel wertvolles Eiweiß - auch als paniertes Stäbchen. Ernährungsphysiologisch sind dennoch alle Fischstäbchen nur Mittelmaß. Grund dafür ist die Panade. Fünf Fischstäbchen enthalten etwa 80 Prozent der Menge Fett, die Kinder bei einer Hauptmahlzeit höchstens essen sollten.

Reduzieren lässt sich der Fettgehalt, indem man die Fischstäbchen im Ofen statt in der Pfanne zubereitet. Sie werden dann allerdings auch nicht ganz so knusprig. In Kombination mit einer fettarmen Beilage lässt sich dann gegen Fischstäbchen nicht viel einwenden.

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Dienstag, April 05, 2005

Jochen Wettach: Mogelpackungen im Supermarkt

Kontrollierter Anbau - bedeutet noch lange keine QualitätKontrollierter Anbau bedeutet noch lange keine Qualität und schon gar keine Ökologie; "leicht" nennen sich auch fette Produkte die schwer machen; "Schwarzwälder Schinken" kann auch von Slowenischen Schweinen stammen. In einem Artikel über Mogeleien am Verbraucher im Supermarktregal widmet sich Jochen Wettach von der Stiftung Warentest den Tricks der Mogelpackungen: Ein gewölbter Boden, der von aussen nicht sichtbar ist, geringere Stückzahl bei identischer Verpackung - und der verlogene Hinweis um immer weniger Inhalt zu kaschieren: "Füllhöhe technisch bedingt".
[ Weiterlesen hier: Quelle: Kölner Stadtanzeiger ]

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Samstag, Februar 19, 2005

Jochen Wettach klärt auf: Preiserhöhungen verstecken sich in der Verpackung!

Quelle: Hamburger AbendblattImmer häufiger reduzieren Hersteller bei Produkten die Menge, lassen den Preis jedoch unverändert. "Die Beschwerden und Hinweise von Verbrauchern haben sich gehäuft", sagte Armin Valet von der Verbraucher-Zentrale Hamburg dem Abendblatt. "Die Anbieter wissen, daß die Verbraucher sehr preissensibel sind." Daher würden manche Hersteller zu diesen "Preiserhöhungen durch die Hintertür" greifen.

Bei Speiseeis von Mövenpick und Langnese Cremissimo wurde zum Beispiel bei bestimmten Sorten die Füllmenge von 1000 auf 900 Milliliter reduziert. Iglo hat zudem bei tiefgekühltem Rahm-Porree und -Wirsing sowie Erbsen die Packungen von 450 auf 300 Gramm verkleinert. Der Preis wurde dabei nicht reduziert, was einer Erhöhung um 50 Prozent entspricht. (...) "Es geht um Preiserhöhungen und wie man sie kaschiert", sagt dagegen Armin Valet.
"Wir haben ständig mit solchen Fällen zu tun", sagt auch Jochen Wettach von der Stiftung Warentest dem Abendblatt. Als weitere Beispiele nennt er Kaffee-Filtertüten (80 statt 100 Stück Inhalt), Malzkaffee (200 statt 250 Gramm bei gleicher Dosengröße) oder Diätkost (215 statt 300 Gramm bei kaum veränderter Verpackung). (...)

"Wenn mehr in einer Verpackung drinnen ist, schreiben die Hersteller es auch groß drauf", sagt Wettach. "Die Hersteller müßten fairerweise mindestens die Verpackung deutlich ändern." Sonst könne laut Gesetz eine Irreführung des Verbrauchers vorliegen, die verboten sei.

"Verbraucher sollten auf die Grundpreise achten, die pro Kilo oder Liter auf den Ladenregalen stehen", rät Valet. "Um weitere Fälle festzustellen, sind wir auf die Hilfe der Konsumenten angewiesen."
[ Weiterlesen hier: Quelle Hamburger Abendblatt ]

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Montag, Dezember 20, 2004

Lachs im Test - gutes Gesamturteil von Jochen Wettach (Stiftung Warentest)

Lachs - von APMindestens ein bis zweimal Fisch pro Woche empfehlen die Ernährungswissenschaftler. Denn Fisch gilt als gesund, vor allem wegen des hohen Eiweißanteils. Was noch im Fisch drin ist, möglicherweise auch an Schadstoffen, hat nun die Stiftung Warentest am Beispiel Lachs untersucht.

Wo der Lachs eigentlich herkommt, sieht man ihm nicht an. Zu Hause sind sie in Flüssen und Meeren vor allem auf der nördlichen Erdhalbkugel. Doch da der Lachs vom Aussterben bedroht ist, wird er für den Lebensmittelmarkt heutzutage eher in Fischfarmen gezüchtet. Deswegen unterscheidet man zwischen Zucht- und Wildlachs. Untersucht wurden tiefgefrorene Produkte, vornehmlich Lachsfilet. Kriterien waren Geschmack und Geruch - und natürlich auch mögliche Belastungen durch Giftstoffe. Denn Lachs war in der Vergangenheit häufiger in die Kritik geraten. Bei der sensorischen Prüfung hinsichtlich des Geschmacks gab es nur wenige Beanstandungen, sagt Jochen Wettach von der Stiftung Warentest.

Wir hatten uns ein recht großes Spektrum an Schadstoffen und auch Tierarzneimittel-Rückständen vorgenommen. Erfreulich bei diesem Test: In keinem Fall wurde die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen überschritten. Sie waren in allen Fällen deutlich darunter, so dass kein Produkt schlechter als "befriedigend" abgeschnitten hat. Interessant ist aber, dass es deutliche Unterschiede zwischen dem pazifischen Wildlachs und dem atlantischen Zuchtlachs gab. Die Wildlachse schnitten die Reihe durch mit "sehr gut" ab, bei einigen konnten wir überhaupt keine Schadstoffe nachweisen.

Wir konnten in einem einzigen Fall das Test-Gesamturteil "sehr gut" vergeben. Und zwar für den Lachs von "Eismann". Das ist ja ein Lieferdienst, somit war dieses Produkt eines der teuersten im Test. Ansonsten lagen sehr viele Preise von Handels- und Herstellermarken sehr eng beieinander - um 9 oder 10 Euro je Kilo.


Und somit schnitten auch die Supermärkte mit ihren Angeboten ganz gut ab. Lachsfilets beispielsweise von "Aldi", "Rewe", Penny" oder auch "Edeka" waren nicht schlechter als teurere Produkte.
[ Weiterlesen hier: Quelle ]

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